Niedrigste Kartoffelernte seit der Wiedervereinigung

Die Kartoffelernte in Deutschland ist im vergangenen Jahr trotz einer recht umfangreichen Anbaufläche auf den niedrigsten Stand seit 1989 gefallen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute in Wiesbaden mitteilte, belief sich die Produktionsmenge 2018 auf 8,9 Mio t; das waren 2,8 Mio t oder 23,9 % weniger als 2017. Der Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre wurde damit um 1,9 Mio t oder 17,6 % verfehlt. Die Statistiker begründen die negative Entwicklung mit dem sehr trockenen Sommer.

Das Kartoffelareal 2018 beziffert Destatis auf 252 200 ha, was gegenüber dem Vorjahr einer Ausweitung um 1 700 ha oder 0,7 % entsprach und die größte Fläche seit 2011 war. Das wichtigste Kartoffelanbauland ist dem Amt zufolge Niedersachsen, wo 2018 bei einem Areal von 113 900 ha rund 4,2 Mio t Kartoffeln gerodet worden sind. Damit entfielen auf dieses Bundesland 47 % der gesamten deutschen Kartoffelerzeugung. Die Plätze zwei und drei gingen an Bayern mit 1,5 Mio t beziehungsweise Nordrhein-Westfalen mit 1,3 Mio t.
Der vordere Future auf Verarbeitungskartoffeln an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig, der im vergangenen November die Marke von 30 Euro/dt knackte und Mitte Januar das Achtjahreshoch von 33 Euro/dt markierte, wurde heute auch wieder zu diesem Preis gehandelt. Gegen 12.10 Uhr wies die Börse für den Kontrakt mit Fälligkeit im April 2019 einen nur minimal niedrigeren Preis von 32,90 Euro/dt aus; bezogen auf frühere Ernten war ein solches Kursniveau zuletzt im Januar 2011 verzeichnet worden. AgE


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